Pervers ist schäbig zugleich ist es, wenn sich die Bundesregierung damit brüstet, 33,5 Millionen Euro für verhungernde Menschen in Afrika bereit zu stellen. Denn im gleichen Atemzug wird mehr als das 3000fache dieser Summe, nämlich mehr als 100 Milliarden Euro, für Griechenland als Hilfspaket avisiert – davon rund 24 Milliarden alleine von Deutschland. Zumindest mir wird steigt da die Zornesröte ins Gesicht und die Lust, der Trulla in Berlin mal die Meinung ungefiltert ins Gesicht zu sagen. Daran ändert auch die homöopathische Beteiligung des “Privatsektors” wenig.
Nicht etwa, weil ich etwas gegen Griechen habe oder ein Feind der EU bin. Nein! Ich bin jedoch leidenschaftlicher Feind von Bankstern, die zur eigenen Bereicherung marode Papiere kreieren, in marode Märkte und Papiere investieren, Milliarden an Gewinnen abschöpfen und dann, wenn etwas in die Hose geht, einen auf “Systemrelevant” makieren und ihr Versagen sozialisieren. Speziell für diese Klientel sollte man wieder Befestigungsmöglichkeiten auf Markt- und Dorfplätzen einführen. Erklärter Gegner bin ich aber ebenfalls von korrupten und vor allem vollständig unfähigen Regierungen und deren Darsteller – vor allem dann, wenn denen der Schneid fehlt, die nötigen Konsequenzen aus ihrer Lage im Zweifelsfall auch gegen die Interessen irgendwelche Banken oder Drittstaaten zu fällen: Ist doch eine Regierung in erster Linie dem eigenen Volk verpflichtet.
So hätte Griechenland längst den Schritt in den Staatsbankrott wählen sollen. So gäbe es wenigstens eine Zukunftsperspektive. Derzeit gibt es die nicht. Auch nicht mit mehr als 100 Milliarden Euro. Denn diese Summe kann – sollte sie voll in Anspruch genommen werden müssen – kaum zurück gezahlt werden. Genauso wenig wie ein Zehntel davon: Werden doch so zunächst nur neue Verbindlichkeiten und Belastungen aufgebaut, statt alte getilgt. Sparmaßnahmen helfen auch nicht: Der Staat müsste sich komplett kaputt sparen. Vorher werden jedoch die Bürger vollständig auf die Barrikaden gehen – sind sie doch die Letzten, die Schuld an der Situation tragen, aber die Ersten, die dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
So wird dann in letzter Konsequenz aus unserem Hilfspaket für Griechenland eine Art von “Hartz IV” für Versagerstaaten – Versager nicht, weil die Bürger faul oder unfähig werden, sondern weil sie eine schwache, unfähige und korrupte Regierung ertragen müssen. Eine Situation, die ich als Steuerzahler weder tolerieren noch befürworten kann: Ist es doch letzten Endes auch mein Geld, welches für Griechenland bereit gestellt wird, damit Bankster und Börsen-Pokerer keine derben – aber wohlverdienten – Verluste und Schäden erleiden.
Unerträglich und schäbig wird es, wenn man realisiert, dass die Füllung der Konten weniger wichtiger zu sein scheint, als das Füllen von Mägen vieler. Umso mehr, als eine Milliarde mehr oder weniger für Griechenland kaum einen Unterschied bedeutet hätte – in Afrika hätte man jedoch nachhaltig etwas leisten können und nicht nur kurzfristig ein paar Brotkrumen per Luftkurier schicken müssen.
Schande über Deutschland. Schande über jene in unserer Regierung, die solche Entscheidungen fällen und auch noch schön reden. Sollten diese Leute an Gott glauben, empfehle ich tägliche Gebete und Bußgänge – denn sonst dürfte die Hoffnung auf den Himmel durch Qualm der Hölle mehr als getrübt sein. Gewissenlosigkeit und Habgier gehören nämlich meines Wissens nicht zu den sog. “christlichen Tugenden”.

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