Lars Okkenga bei Telepolis über Hartz IV – Zwischen Jammern und Zwangsarbeit

Heute bin ich bei Telepolis über den Artikel “Die Arbeitsagentur und Instrumente zur Statistikverschönerung” von Reinhard Jellen gestoßen. Dort erzählt Dipl. Soziologe Lars Okkenga von seinen Erfahrungen mit Jobcentern und Hartz IV. Während seine Ausführungen über Jobcenter und Sachbearbeiter kaum überraschen, stießen mir doch ein paar Dinge übel auf.

Dafür hab' ich was übrig:

Rauchen ist Körperverletzung

Hinweis auf Werbeplakat eines Drogenfabrikanten

Dort zu rauchen, wo niemand sonst ist, ist höchstens unklug, aber in jedem Fall Privatsache. Wer jedoch in der Öffentlichkeit, in der Gegenwart von anderen Menschen raucht, der begeht eine schwere Körperverletzung und müsste eigentlich ex officio juristisch verfolgt und belangt werden (§224 StGB). Das Strafmaß umfasst bis zu 10 Jahre Gefängnis. Das ist insoweit kaum eine Neuigkeit für jene, die sich sachlich mit dem Thema beschäftigen. Lediglich in einem Aspekt gibt es seit einiger Zeit einen Unterschied:

Dafür hab' ich was übrig:

Hartz IV trotz Arbeit – Die Steigbügelhalter für asoziale Arbeitgeber sitzen in Berlin

Bei mancher Meldung dieser Tage schwillt mir der Kamm. Heute war es die Meldung, dass in Deutschland 1,4 Millionen Menschen auf Hartz IV angewiesen sind, obwohl sie arbeiten. Ich finde das zutiefst asozial. Asozial von den Menschen, die für solche Arbeitsbedingungen verantwortlich sind, asozial von der Regierung, die sich noch immer weigert, einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen.

Dafür hab' ich was übrig:

Raucher prellen Arbeitgeber im Schnitt um mehr als 1 Stunde pro Tag

Raucher konsumieren im Schnitt 20 Zigaretten pro Tag. Geht man davon aus, dass jeder Raucher 16 Stunden pro Tag wach ist, macht das etwa 1 Zigarette alle 45-50 Minuten. Pro Zigarette sind ca. 5 Minuten für’s Rauchen selbst und noch einmal 5 Minuten für die Wege zu rechnen. Abgerundet macht das bei einem 8-Stunden-Tag 10 Zigaretten zu je 10 Minuten – also 100 Minuten jeden Tag, die vom Arbeitgeber verschenkt werden.

Zigarettenkippen auf der Straße

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Die armen Raucher mussten gerade in Bayern in der letzten Zeit viel Ungemach erleiden. Erst Rauchverbot, dann dessen Aufweichung und nun ein noch strengeres Rauchverbot – und das auch noch auf dem Wege eines Volksbegehrens. Keiner mag sie mehr, die Stinkstengellutscher, Suchtraucher und Luftverpester. Draußen vor der Tür müssen sie rauchen, die armen geschundenen Steuerkassen-Sanierer und sozial verträglichen Frühableben-Protagonisten. Was habe ich Mitleid.

Dafür hab' ich was übrig: