“… Demokratie hat ja zwar einen schönklingenden Namen und erweckt den Eindruck, als bringe sie allen durch gleiche Gesetze auch gleiche Rechte, in ihren Ergebnissen aber zeigt sich, daß sie mit ihrem Namen nichts zu tun hat. Im Gegensatz dazu hat Alleinherrschaft einen bösen Klang, sie ist aber eine sehr geeignete Staatsform, um darunter zu leben.
Denn es ist leichter, einen einzigen tüchtigen Mann als deren viele zu finden, und wenn selbst dies einigen als schwieriges Unternehmen erscheint, so muß doch unbedingt die andere Möglichkeit einmütig für ausgeschlossen betrachtet werden; ist es ja der Mehrzahl von Menschen nicht gegeben, Tugend zu erwerben. Und sogar wenn ein minderwertiger Mensch Selbstherrscher werden sollte, ist er nichtsdestoweniger der Masse gleichgestellter Menschen vorzuziehen, wie es die Geschichte der Griechen und Barbaren und selbst der Römer erweist. [...] In der Tat, sofern je überhaupt eine Demokratie eine Blütezeit erlebte, währte diese nur kurz, lediglich so lange, als die Menge weder über hinreichende Zahl noch Macht verfügte, so daß kein Frevelsinn als Folge von Wohlergehen und keine Eifersucht als Ergebnis des Ehrgeizes unter den Menschen entstehen konnten.
Was aber nun eine Stadt anlangt, die nicht nur an sich so groß ist, sondern auch über den schönsten und umfangreichsten Teil der bekannten Welt herrscht, eine Stadt, die Einwohner mit zahlreichen, verschiedenartigen Naturanlagen besitzt, die eine Menge riesiger Reichtümer ihr eigen nennt, die im privaten wie im öffentlichen Leben alle nur denkbaren Beschäftigungen und Lebensschicksale aufweist – für eine derartige Stadt ist es ein Ding der Unmöglichkeit, unter einer demokratischen Verfassung Besonndenheit walten zu lassen, und noch weniger ist damit zu rechnen, daß das Volk, wenn ihm die Besonnenheit fehlt, die Eingkeit bewahrt.” – Cassius Dio
Nun ist zwar ein Diktator oder Kaiser mit Blick auf die jüngere Geschichte in unserem Land sicher keine erstrebenswerte Institution. Jedoch hat Cassius Dio mit Blick auf Entwicklung und Zustand unserer Demokratie in Deutschland durchaus die richtigen Schlüsse gezogen und Worte gefunden. Es ist doch – mit Blick auf die beinahe täglich neuen Absurditäten der Laienspieltruppe in Berlin – mittlerweile eine offenkundige Tatsache, dass wir in Deutschland ene “Animal-Farm-Demokratie” haben und schon längst keine echte Demokratie mehr existiert. Stattdessen regieren Banken und Großunternehmen unser Land mit den Stabpuppen, die in den Ministerien für diesen Zweck auf Kosten der Steuerzahler vorgehalten werden und die wir beinahe täglich mit neuen Aus- und Absonderungen in den Nachrichten und Zeitungen vorgesetzt bekommen.

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