Millionen Jahre Evolution für die Katz’: Vuvuzela, Bierrausch und Enthirnungssymptome bei selbsternannten Fussballfans

Über den Klang der Vuvuzela, der noch lange Zeit als das degenerierte und kulturtötende Markenzeichen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Erinnerung bleiben wird, braucht man kaum noch ein Wort verlieren – für mich zelebrieren die Besitzer und Benutzer dieses Terrorwerkzeuges lautstark und gut sichtbar die eigene mentale Verrottung bereits deutlich genug.

Auch der Personenkreis der Autofahrer, die mit Fähnchen und Spiegel-Überzieher durch die Gegend fahren, sind keiner besonderen Erwähnung wert – im Gegenteil muss man ihnen danken, dass sie sich so den anderen, normalen Verkehrsteilnehmern, zu erkennen geben und ihnen so die Möglichkeit zu Flucht oder erhöhter Aufmerksamkeit schenken.

Wie lange muessen die religioesen Eiferer der Pfarrei St. Martin in Muenchen Moosach noch hingenommen werden?

Es könnte so schön sein: Sonntag, der einzige Tag ohne Hektik, ausschlafen, in Ruhe frühstücken und auf der Terrasse ein gutes Buch genießen. Leider ist dies im Stadtteil Moosach in München unmöglich: Religiöse Eiferer und Rücksichtslosigkeiten der Verantwortlichen Personen zerstören seit Wochen jeden Hauch von sonntäglicher Entspannung. Dabei spielen die infernalisch lauten Glocken der dortigen Kirche, die offenbar jeden Verdauungsgang des Kirchenchefs dort klanggewaltig untermalen und jedes Gespräch in Zimmerlautstärke ersticken, nicht einmal die Hauptrolle.

Schlimmer ist eine reaktionäre Blaskapellen-Lärmtruppe, die seit einigen Wochen jedem sonntäglichen Erholungsschlaf ein jähes Ende bereitet: Mit Pauken und Trompeten – und zuweilen Böllerschüssen – wird die eigene Rücksichtslosigkeit und die Abstinenz von der angeblichen christlichen Nächstenliebe infernalisch laut zelebriert. Begleitet vom Applaus irgendwelcher Menschen, die mir schon deshalb unsympathisch sind. Wer aber glaubt, dass nach dem Paukenterror im vor-gottesdienstlichen Religionseifertum schon wieder Ruhe einkehrt, der hat sich getäuscht. Denn schließlich muss man auch das Ende des Gottesdienstes noch lärmgewaltig zelebrieren und so von etwa 10:30 Uhr bis knapp 13:00 jeder Erholung generalstabsmäßig den Garaus machen.

Wer das überstanden hat, der muss dann hoffen, dass der Jugendclub und/oder das Gemeindezentrum nicht auf die Idee gekommen ist, eine Sonntagsprobe der örtlichen Schreitruppe zu veranstalten um so die Nachbarn bis in den späten Nachmittag wirksam davon abzuhalten, einen klaren Gedanken zu fassen, ein Buch zu lesen oder sich auch nur zu entspannen und Ruhe zu genießen.

Der Nachbar, der da am Sonntag den Rasen mäht, der ist schon fast ein Balsam für die Seele – eine Oase der Ruhe – im Ozean des Kirchenterrors, den man hier erdulden muss. Ein Lärm, der zu einer neuen Form der Belästigung führt: Dem Passiv-Gottestdienst, der einem durch diese Fundamentalisten aufgenötigt wird. Von Religionsfreiheit, Rücksicht, Toleranz, christlicher Nächstenliebe keine Spur. Stattdessen nur akustische Gewalt – unter dem Beifall der religiösen Eiferer, die noch nicht verstanden haben, dass die Kirche nur eine Firma ist, die Glauben vermarktet und sich in Anmaßungen jeder Art ergeht: Religion und Glauben brauchen keine verkleideten und aus Steuermitteln bezahlte Angestellte, keine Prunkbauten mit goldenen Engeln, keine makaberen Relikte und erst recht keinen Menschen, der sich als Chefausleger der im Konzil von Nicea nach Kaiser-Gusto zusammengeschnürten Bibel betätigt. Glauben kommt immer von innen – nie von außen. Vor allem braucht es aber nicht den Raub der Sonntagsruhe mit Blaskapelle und Böllerschuss (der geneigte Christ lese die entsprechenden Themen in seiner Bibel nach) um ihn zur Geltung zu bringen.

Komoediantenstadel in Berlin: Das angebliche Sparpaket ist da. 80 Milliarden sollen es werden.

80 Milliarden Euro will die Koalition der Kompetenzlosigkeit in den nächsten vier Jahren sparen. Rund 100 Milliarden Neuverschuldung hat sie bisher im laufenden Haushalt verursacht. Ein finanzielles Risiko von rund 200 Milliarden Euro in Form von Rettungsschirmen, Bürgschaften und sonstigen Leistungen steht außerdem im Raum. Betroffen sind vor allem Familien und Menschen, die um ihr Überleben kämpfen. Von Kraftakt spricht Merkel und von der Schaffung einer soliden Basis für unser Land. Westerwelle spricht gar von Ausgewogenheit und Gerechtigkeit und die Wirtschaft begrüßt das Paket – und spätesten jetzt muss auch weniger politisch interessierten Menschen klar werden, dass das Paket nicht nur unförmig aussieht, sondern stinkt (mit derzeit drei Ausnahmen).

Homöopathisches Sparen auf Kosten der Armen und Ärmsten: Der Komödiantenstadel in Berlin dilettiert weiter

Der Komödiantenstadel in Berlin, der sich selbst anmaßend Regierungskoalition nennt, betätigt sich weiter im selbsterfundenen Leistungssport “Volksverarschung”. Man muss angeblich sparen und und will dies angeblich diesmal auch bei der Ausgabenseite machen (die Einnahmen-Seite ist ja dank der gelben Ichlinge der FDP für “unantastbar” erklärt worden. Aber was verstehen denn die Anführer der Indianertruppe in Berlin, die manch einer böswillig auch als “Dich & Doof” bezeichnet, unter Ausgaben? Und was ist das Ziel?

Zumindest zum Ziel gibt es schon eine klare Aussage: 10 Milliarden Euro will man einsparen. Klingt viel, ist aber Kleingeld. Gespart wird außerdem nicht – damit wird nur die Neuverschuldung gesenkt. Theoretisch jedenfalls. Denn praktisch ist die Truppe in Berlin für die wenigen noch verbliebenen Steuerzahler im Land ein finanzielles Risiko von mindestens 200 Milliarden Euro in Form von Rettungsschirmen, Hilfspaketen, Bürgschaften & Co. eingegangen. Dagegen müssen selbst wenig gebildeten Menschen die angesprochenen 10 Milliarden als das erscheinen, was sie sind: Homöopathisch.

Wehrdienst abschaffen?

Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg hatte im Zuge der Spardebatte auch die Abschaffung des Wehrdienstes angesprochen. Zwar wurde er bereits vorerst wieder zurück gepfiffen – dennoch ist dieses Thema ja immer mal wieder zu vernehmen. Klingt ja erst einmal für viele junge Menschen toll, wenn das tatsächlich passieren würde. Aber ist das so toll? Ich finde nicht – denn die Alternative ist nicht etwa die Abschaffung der Bundeswehr, sondern die Wandlung in eine Berufsarmee, einen bezahlten Trupp von Menschen, die vor allem dafür ausgebildet werden, Menschen zu töten, Familien zu zerstören, Landstriche zu verwüsten, weil diese einer anderen Partei, einem anderen Volk, einem anderen Glauben angehören oder vielleicht etwas besitzen oder kontrollieren, in dessen Besitz man sich gerne bringen oder worüber man Kontrolle erlangen möchte.