Berlin: Hauptstadt des organisierten Politik-Dilettantismus in Deutschland?

Wenn man diese Tage den Blick auf Berlin richtet und die gebündelten Verbalflatulenzen der vom Steuerzahler ausgehaltenen Politikversager vernimmt, dann muss man sich als verständiger Zeitgenosse arg zusammen nehmen, um sich nicht nach den 68′ern zu sehnen: Wurden doch damals solche Versager nicht nur mit leisem Gemurre und journalistischem Wattebausch-Werfen geschont, sondern durch Bürger, die für ihre Rechte und Interessen auf die Straße gingen abgestraft.

Alleine das unsägliche Laientheater von Frau Merkel, einer Ex-FDJlerin (Laut Wikipedia отдел агитации и пропаганды), die sich von Kohl’s Mädchen zur profillosen, tatenarmen virtuellen Jetset-Kanzerlin gemausert hat, ist eine Zumutung, die im Grunde jeden Tag auf’s Neue nach dem Gang auf die Straße schreit. Da eiert man wochenlang rum, einigt sich auf einen “Rettungsschirm” mit 750 Phantastilliarden, die man nicht hat und im Notfall von den Banken leihen muss (zu marktüblichen Zinsen natürlich), die den Mist verzapfen, den wir Bürger auslöffeln dürfen und versäumt dabei die Täter zur Rechenschaft zu ziehen und sie in die Verantwortung für den Fall zu nehmen, dass auch nur ein Euro-Cent des Geldes zur Begrenzung von Schäden aufgewendet werden muss, den ebenso gierzerfressene wie inkompetente Bankmanager zu verantworten haben.

“Film der Woche”-Angebot im iTunes Store empfehlenswert

Mittlerweile scheint es regelmäßig den “Film der Woche” im iTunes Store zu geben (habe da lange nicht mehr reingeschaut). Dabei handelt es sich um einen ausgewählten Film, den man sich für 99 Cent leihen kann. Manchmal sind es gute Filme, manchmal weniger gute Filme – abhängig vom eigenen Geschmack. So gab es letzte Woche “Chocolat” und diese Woche den “Staatsfeind Nr. 1″.

Die Konditionen sind relativ fair: Nach dem Ausleihen kann hat man 30 Tage Zeit, den Film anzusehen. Nach dem ersten Start hat man 48 Stunden Zeit, ihn so oft wie gewünscht zu wiederholen. Danach verfällt er und kann nicht mehr angesehen werden. Überspielen auf iPhone, iPod und Co. ist möglich.

Während ich den im iTunes Store üblichen Preis für Leihfilme (2,99 EUR bzw. 3,99 EUR für Top-Filme) zu teuer finde, weil einerseits viele Features einer gewöhnlichen Leih-DVD fehlen (z.B. Originaltonspur etc.) und andererseits der je nach Bandbreite zeitraubende Download und der lokale Speicherplatz investiert werden müssen, finde ich 99 Cent für diesen Vertriebsweg und einen Leihfilm als geradezu ideal und sehr attraktiv – auch wenn vorgenannte Features fehlen und HD nur mit dem ansonsten sinnlosen und zu teueren Apple TV funktioniert.

Es lohnt sich also, einmal pro Woche in den iTunes Store zu schauen – vielleicht gibt es einen sehenswerten Film zum Schnäppchen-Preis und damit einen werbefreien Spielfilmabend für weniger als einen Euro. Gar nicht mal so schlecht, wie ich finde.

Beatport – Überteuerter Nepp?

Beatport ist nach eigenen Angaben “der führende Anbieter für Electronic Dance Music Downloads. MP3 und WAV Files in höchster Qualität”. Und in der Tat sind Neuerscheinungen bei Beatport praktisch sofort verfügbar – als MP3, MP4 und WAV-Download. Viel früher als bei den mir bekannten Wettbewerbern.

Leider hat aber Beatport nicht nur die neueste Musik und – nicht zuletzt dank WAV-Format – die beste Qualität, sondern auch die teuersten Preise, die mir bisher untergekommen sind. Da kostet ein Lied inkl. Steuern als MP3 oder MP4-Download mal eben um die 3 EUR. Soll es gar WAV-Format sein, ist noch einmal 1 EUR Aufschlag fällig.

Ein üppiger Preis für einen digitalen Download, wie ich finde. Unverschämt wird er aber, wenn man sich die Downloads genauer ansieht.

Economic Warfare – Der Grund für das Finanzpaket der EU und des IWF

Als ich zum ersten Mal von dem gigantischen “Rettungsschirm” gehört habe, der geschlossen von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds in einer – für Außenstehende – Eilaktion beschlossen wurde, war ich schockiert und beeindruckt zugleich. Kurz danach fragte ich mich, welche Bedrohung die Staaten zu dieser Geschlossenheit verleiten konnte und was Grund für ein derart massives Finanzpaket von rund 750 Milliarden Euro sein kann.

Bei meinen Recherchen habe ich etwas über “Financial Warfare” und “Economic Warfare” gelernt – also ein Art der Kriegsführung auf finanzieller oder wirtschaftlicher Ebene. Klassischer Weise werden derartige Methoden von Staaten gegen andere Staaten angewendet, um diese zu schwächen oder z.B. zur Unterlassung von Rüstungshandlungen zu bewegen. In der jüngeren Geschichte werden solche Angriffe auch gegen terroristische Vereinigungen geführt, um deren Finanzierung zu erschweren oder gar ganz zu blockieren.

Neu scheint zu sein, dass Investoren und Unternehmen – also Personen und Organisationen, die nicht zu einer Regierung gehören – sich dieser modernen Form der Kriegsführung bedienen um rein eigennützige finanzielle Ziele zu verfolgen. Konkret spreche ich hier von einer orchestrierten und gezielten Attacke auf geschwächte Länder in der Euro-Zone mit dem klar definierten Ziel, die Stabilität und den Wert des Euro nachhaltig zu beschädigen um auf diesen Weg den US Dollar wieder zu einer starken Währung werden zu lassen. Dabei handelt es sich nicht um eine Verschwörungstheorie, sondern um ein erkennbar strategisches Vorgehen vornehmlich amerikanischer Investoren und Unternehmen.

Dieser Sachverhalt ist auch eine Erklärung für die Entschlossenheit, die Geschwindigkeit und die Massivität der Maßnahmen, die die EU in bisher kaum dagewesener Einigkeit beschlossen haben. Es ist aber auch ein Warnsignal für die Bürger in Europa – denn defacto wird der europäische Staatenbund derzeit von Finanzterroristen attackiert, die für ihren eigennützigen Vorteil den Ruin ganzer Volkswirtschaften, Armut ganzer Bevölkerungsschichten bis hin zu Unruhen und Bürgerkrieg in kauf nehmen. Der Sachverhalt sollte aber auch ein Signal dafür sein, dass wir in Europa enger zusammen rücken und uns gegenseitig den Rücken stärken, um uns besser gegen Finanzterror und neuartige Methoden der verdeckten Kriegsführung zu schützen.

Es wäre jedoch auch an der Zeit, dass Kanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle hier die Bevölkerung aufklären – nicht zuletzt um größeres Verständnis und breitere Unterstützung für die sicher noch auf uns alle zukommenden Einschnitte zu erhalten. Schweigen und um den heißen Brei herum reden ist jedenfalls der Glaubwürdigkeit abträglich – ebenso wie das noch immer vernehmbare Festhalten an der Steuersenkungslüge, auch wenn sie auf 2013 vertagt wurde.

Linksammlung (in englischer Sprache)

  • http://tarpley.net/2010/03/04/financial-warfare-exposed-soros-goldman-sachs-hedge-funds-attack-greece-to-smash-euro/
  • http://www.rense.com/general90/euro.htm
  • http://www.worldpoliticsreview.com/blog/5218/the-greek-debt-crisis-as-asymmetric-economic-warfare
  • http://english.ruvr.ru/rtvideo/2010/03/03/video_5000697.html
  • http://www.dollarsandsense.org/archives/2010/0510epitropoulos.html

Abmahnung für Schwarz / Gelb in Nordrhein-Westfalen

Sieht man von der beschämenden Wahlbeteiligung in Nordrhein-Westfalen und der sich damit zwangsläufig ergebenden Frage nach der Bildungslage im Land ab, dann zeigt sich im Angesicht der sich abzeichnenden Wahlergebnisse doch, dass die Wählerinnen und Wähler langsam Bereitschaft zeigen, Konsequenzen aus ehrlosem und gemeinschädlichen Verhalten einzelne Politiker und ganzer Parteien zu ziehen.

Aus diesem Grund gratuliere ich den Wählerinnen und Wählern in Nordrhein-Westfalen für den Fall, dass die endgültigen Wahlergebnisse die derzeitigen Prognosen und Hochrechnungen bestätigen. Die Wahlverweigerer im Land sollten sich jedoch schämen und die Frage stellen, ob Sie mit ihrer Verweigerungshaltung den Wunsch nach einer Diktatur zum Ausdruck bringen wollen.

Es bleibt zu hoffen, dass dieser Abmahnung für Schwarz / Gelb auch die Kündigung bei den nächsten Bundestagswahlen folgt, sofern bei den Hauptprotagonisten dieser Parteien nicht zügig ein Denkprozess einsetzt und damit ein Wandel der Politik folgt.